Zivildienst anstelle Militärdienst: Was gibt es zu beachten?

Wer in der Schweiz keinen Militärdienst machen möchte, kann als Ersatz Zivildienst leisten. Dieser dauert allerdings länger als der Militärdienst.

Für den Zivildienst muss man drei Voraussetzungen mitbringen:

  • Zum einen muss man militärdiensttauglich sein. Das bedeutet, dass die Tauglichkeit, am Militärdienst teilzunehmen, festgestellt wurde.
  • Zum anderen muss man eine Erklärung abgegeben werden, dass man den Militärdienst nicht leisten kann, weil ein Gewissenskonflikt vorliegt. Diese Erklärung wird im Zulassungsgesuch abgeliefert.
  • In dem Zulassungsgesuch wird auch erklärt, dass man bereit ist, anstatt des Militärdienstes einen Zivildienst zu leisten.

Wer diesen Punkt im Zulassungsgesuch angibt, der tut dies, ohne irgendwelche Bedingungen zu stellen bzw. Vorbehalte zu haben. Konkret bedeutet das:

  • Man ist mit der Dauer des Zivildienstes einverstanden. Diese ist 1,5 Mal länger als der Zivildienst.
  • Der Zivildiensteinsatz muss ordentlich beim zuständigen Amt vereinbart sein. Wer einen anderen Weg geht, zahlt ein Bußgeld.
  • Alle Diensttage müssen bis zum Entlassungsalter abgearbeitet sein,
  • Ehemalige Durchdiener müssen ihre Dienstage auch im Zivildienst am Stück leisten.
  • Eine frühzeitige Entlassung aus dem Dienst ist nur möglich, wenn eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit festgestellt wird.
  • Beim Einsatz gelten die gesetzlichen Vorgaben, die vom Zivildienstleistenden erfüllt werden müssen.