Welche Rechte und welche Pflichten habe ich während des Einsatzes?

Krankheit:

Wenn der Zivildienstleistende krank wird oder einen Unfall hatte, muss das Fehlen umgehen dem Einsatzbetrieb gemeldet werden. Zudem muss ab dem zweiten Tag der Krankheit bzw. ab dem zweiten Unfalltag eine Arztbescheinigung erbracht werden. Krankheits- sowie Unfalltage werden in der Regel als Diensttage angerechnet. Jedoch gilt dabei die Regel: Pro 30 Diensttage können höchstens sechs Krankheits- bzw. Unfalltage angerechnet werden.
Meldepflicht:

Die Meldepflicht gilt bis zur Entlassung aus dem Zivildienst.
Ändert sich die Adresse, der ausgeübte Beruf oder sonstige Personalien, muss die Änderung umgehend dem Regionalzentrum gemeldet werden.

Sobald man seinen gemeldeten Wohnsitz für sechs Monate verlässt, muss dem Regionalzentrum eine alternative Kontaktadresse genannt werden.
Wer die Schweiz für länger als ein Jahr verlässt, um ins Ausland zu gehen, muss beim Regionalzentrum einen Antrag für Auslandsurlaub stellen.

Weitere Pflichten – Aufgebot von Amtes wegen:

Im Falle, dass der Zivildienstleistende seiner Einsatzpflicht nicht nachkommt, sich nicht an die Fristen hält (zum Beispiel die Einsatzverbeinbarungs-Frist) sowie auf Mahnungen keine Stellung nimmt, erhält er ein Aufgebot von Amtes wegen, kurz AvAw, was von der Vollzugsstelle für den Zivildienst ZIVI ausgestellt wird.

Konkret bedeutet das, dass nicht der Zivildienstleistende bestimmt, wann und in welcher Einrichtung er seinen Einsatz durchführt sondern die Vollzugsstelle.

Dieses Verfahren kostet zudem eine Gebühr von 540 CHF.

Im Gegenzug ist es die Pflicht des Zivis, auf dieses Aufgebot einzugehen und den Einsatz anzutreten und ordentlich durchzuführen, zudem er von der Vollzugsstelle aufgefordert wurde. Wer diese Pflicht verletzt, dem droht ein Disziplinar- bzw. Strafverfahren.